die meiste Zeit verbringe ich hier übrigens mit den Österreichern Ellen, ihrem Mann Remo, mit dem Ruhrpott-Unikat Gisela, und mit der Seelenverwandten Katharina sowie ihrer Tochter Jenny. Gestern Abend sind wir noch nach dem Essen mit dem Taxi in eine Shopping-Mall gefahren. Das Warenangebot hat mich nicht angezogen, sondern vielmehr die Menschen, die ich studieren durfte.
Heute Morgen hat unsere Tour mit dem historischen Kreuzfahrer-Hafen Caesarae begonnen. Eine antike Arena und eine Pferderennbahn habe ich schon des öfteren gesehen, daher war ich dankbar für einen kurzen Small-Talk mit Juden, die extra aus New York für eine Pilgerfahrt hierher angereist sind. Wir sind uns in gegenseitigem Respekt begegnet, sodass ich gemeinsam mit ihnen ein Foto aufnehmen durfte. Danach war heute Tel Aviv dran mit seinem künstlerischen Charme, einem Strand direkt vor der Skyline und mit seinen verschlungenen Gässchen in der Altstadt, die künstlerische Einblicke wie etwa auf Ibiza bescherten. Die Sonne schien dabei gnadenlos und wir schwitzten aus allen Poren. Wie gut, dass ich schon etwas Reiseerfahrung habe und daher Elektrolyte als Pulver eingepackt habe, die ich mir mit Wasser mische. Denn wenn man bei 36 Grad im Schatten schwitzt, muss man seine Mineralstoffreserven gleich auffüllen, sonst ist man schlapp. In Jaffa (Tel Aviv) war ich verzaubert von den Künstlern und dem Flair der kleinen Gassen, die an südeuropäische Künstlerateliers erinnern.
Dann gab es einen richtigen Einschnitt als wir den palästinensischen Teil von Bethlehem passierten. Nach der Grenze erlebten wir einen Kulturschock: lautes Hupen auf den Straßen, Geschrei und Chaos überall, gechillte Souvenirs-Verkäufer in Rollstühlen:-)
Umso mehr hat es mich überrascht, das die Qualität des neuen Hotels - im Vergleich zum jüdischen in Tiberias - deutlich besser ist. Wieder einmal musste ich meine Vorurteile abbauen, für das Chaos sorgte nur die Rushhour im Grenzgebiet.
Ach ja: das Essen war bisher hervorragend, mindestens 30 verschiedene kalte sowie 20 warme Speisen und die sind alle unterschiedlich gewürzt. Meine Freundin Sonja, die eine Kochschule betreibt, hätte hier ihre helle Freude daran.
Nun gehe ich mal etwas essen und sage euch Gute Nacht,
eure Maggie



















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