Freitag, 6. September 2019

DAS KLEINE ABC ISRAELS UND SEINE FOLGEN

Hallo ihr Lieben
eigentlich wollte heute unsere Clique an dem freien Tag ein Taxi für den Tag mieten und auf eigene Faust die Gegend erkunden. Aber da Israel in verschiedene Zonen, nämlich A,B und C eingeteilt ist und die Menschen hier einer bestimmten Zone mit ihrem Pass zugeteilt sind, ist auch der Taxifahrer in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Daher habe ich mich mit Gisela kurzerhand doch einem geführten Ausflug angeschlossen. Nach diversen Checkpoints sind wir über die grüne Linie in die judäische Wüste gefahren. Erster Stopp war die Festung von Massad, wo wir bei 36 Grad ohne Schatten mit der Seilbahn raufgefahren sind. Hier hat Herodes drei ineinander verschachtelte Festungen errichtet. Es ist mir ein Rätsel, wie die römischen Legionäre hierher gekommen sind, für Proviant gesorgt und diese riesige Anlage mitten in der Wüste errichtet hatten. Wozu die Menschen doch fähig sind?! Gisela schleppte bei der Hitze übrigens ihre Badesachen versehentlich mit und ich habe sie die ganze Zeit aufgezogen, dass das römische Bad in der Wüste gerade restauriert wird:-)
Danach legten wir eine kurzen Stopp auf der Straße ein, da Steinböcke die Straße überquerten. Bei dieser Gelegenheit bekam ich mit, wie eine Kameldame von einem Beduinen eine Verhütungsspritze bekam - das habe ich für euch als Film festgehalten.
Danach schauten wir uns die Höhlen an, wo die Qumranrollen (knapp 1000) gefunden wurden. Sie enthalten historische und religiöse Überlieferungen. Seht ihr: schon 300 v.Chr. haben die Menschen auf der Haut von Ziegen und Schweinen einen Blog geschrieben:-)
Krönenden Abschluss des Tages bildete das Bad im Toten Meer (400 Meter unter dem Meeresspiegel!), was über 30 % Salzgehalt hat. Das Wasser fühlt sich glitschig und ölig an und es ist bei diesen Temperaturen auch nicht erfrischend. Aber man schwebt da drin wie so ein Astronaut im Weltall und kann dabei sogar eine Zeitschrift lesen. Danach ist die Haut so zart wie ein Babypopo.
Wir sehen hier natürlich überwiegend die touristischen Hotspots, aber wir begegnen auch Menschen in bitterster Armut, die in Wellblechhütten hausen oder Hirten, die ihre Schafe und Ziegen zwischen Müllbergen weiden. Israel verändert, diese Menschen verändern mich und das ist gut so.
Bussi eure Maggie





















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