Dienstag, 3. September 2019

ETWAS FÜR DIE NASE, FÜRS AUGE UND FÜRS OHR

Hallo ihr Lieben
Unser Hotel in Tiberias erreichten wir gestern in vollkommener Dunkelheit und als ich am Morgen aufwachte und auf dem Balkon ging, weckte mich kein Imam - denn wir wohnen in einer jüdischen Stadt - vielmehr funkelte mich der See Genezareth wie ein Juwel an. Und dann ging es schon los, zu zwei Perlen des UNESCO Welkulturerbes, zunächst zum Kreuzritter Hafen Acco und dann zu den Bahai-Gärten. Während wir zum einen auf einem Bazar den Düften und dem Rummel des Orients erlagen, genossen wir zum anderen das Grün und die Architektur sehenden Auges: für Nase und Auge wurde also etwas geboten.
Doch mein persönliches Highlight war heute die Verkündungskirche in Nazareth.  Hier war das Ohr gefragt, denn Christen aus Senegal stimmten Lieder und Gebete an und ich hatte eine Dauer-Gänsehaut. Sie sind so fröhlich dabei und tragen dabei ihre bunte Kleidung. Ich fühlte mit ihnen und war eins mit dem Universum oder mit Gott,  weil Gott fröhliche Kinder hat und die Kirche war nur ein Ort, der dem Gesang die Stimme gab in seiner Akustik. Das hat nichts mit der schwermütigen Interpretation der westlichen Kultur gemeinsam, sie beten auch mit offenen Händen und nicht mit geschlossenen, sie verbinden sich mit dieser göttlichen Kraft und sind eins mit ihr. Wenn mann den einfachen Menschen alles überlassen würde und nicht der Politik, dann wäre alles ganz einfach. Schaut: Unser Busfahrer ist Moslem, unsere Reiseleiterin Jüdin und sie fahren einen Bus voller Christen durch die Gegend und ein paar Universums-Angehörige sind auch an Bord:-). In diesem Sinne gehe ich mal was essen mit den Bewohnern unseres Planeten,
Bussi, eure Maggie












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